Pleiten, Selbstmitleid, Selbstzerfleischung – die Zeitungsbranche dreht sich in der Krise um sich selbst und in den Unternehmen staut sich Frust. Es ist höchste Zeit, dagegen anzuschreiben. Einmal wenigstens. Therapeutisch.
Es reicht. Ich habe genug vom Untergang. Print stirbt, heißt es oft, aber es geht nicht ums Papier, ums Drucken, sondern um mehr: Es geht um die freie Presse. Zu der gehören mehr denn je Internetangebote, Tablet-Zeitungen und Mobilportale, auch wenn Frank Schirrmacher daran vielleicht nicht glaubt. Das Zeitung-gegen-Online-Längenmessen nervt nur noch. Für mich impliziert „Zeitung“ längst alle Kanäle und Produkte einer ursprünglichen Print-Marke, nicht nur die gedruckte Version. Die FAZ ist auch faz.net, die gedruckte Frankfurter Rundschau ist auch die auf dem Tablet. Die Krokodilstränen nach jeder Pleite habe ich ebenso satt wie die Selbstzerfleischung, die Besserwisserei, die Häme und die Selbstgerechtigkeit, von der einige Blender sogar leben können. So schlecht kann’s uns ja nicht gehen, wenn für diese Scharmützel noch Zeit ist. Diese Krise hat auch so genügend Dimensionen. Weiterlesen →


